Taraxacum



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Taraxacum officinale. So oft gesehen, dass man sie leicht übersieht. Schon im 11. Jahrhundert von Avicenna in der heilkundlichen Literatur erwähnt, schlummert in der wunderbaren Pflanze so viel.

Das Hauptwirkungsgebiet von Taraxacum ist die Leber. So wirkt das Mittel günstig bei allen Hepatopathien wie Leberschwellung, Hepatitis, Lebererkrankungen mit Wundheitsschmerz, Cholecystopathien, auch Cholelithiasis, Ikterus und Hämorrhoiden, ferner bei gastrischen und typhösen Fiebern.

Weiter wird es bei Cysto- und Nephropathien, auch Blasen- und Nierensteinen, Hydrops und Herzleiden und als Stomachikum bei durch Leber- und Milzträgheit hervorgerufenen Verdauungsbeschwerden, wie mangelhafter Fettverdauung, Flatulenz, Obstipation, Magen- und Darmverschleimung, Gastritis, Enteropathien und als Anthelmintikum bei Würmern gegeben. Bei Bettnässen lobt Pfleiderer, Ulm, besonders den Löwenzahn, der im schwäbischen Volke den Namen “Seichblume” hat.

Zur Anregung des Stoffwechsels und zur Blutreinigung wird der Löwenzahn gern zu Frühjahrskuren (als Salat oder Saft) bei Pfortaderstauung, Hautkrankheiten, Avitaminose, Blutarmut, rheumatischen und gichtischen Affektionen und nach Steuernthal bei Kropf und Basedow verwendet.

Löwenzahn. Tausendfach an jedem Strassenrand…


Taraxacum officinale. So ubiquitous they are easily overlooked. Mentioned first in the 11th century by Avicenna, so much is slumbering in this wonderful plant.

The main field of effect of Taraxacum area is the liver. The drug has a beneficial effect in all liver diseases, such as swelling of the liver, hepatitis, liver disease with soreness, cholecystopathies, cholelithiasis, jaundice and hemorrhoids, and also in gastric and typhoid fevers.

It is helpful for cysto and nephropathy, bladder and kidney stones, dropsy and heart disease and as a stomachic in indigestions induced by liver and spleen dysfunction, such as poor fat digestion, flatulence, constipation, stomach and intestinal mucous problems, gastritis, enteropathy and as an anthelmintic. For bedwetting Mr. Pfleiderer praises the Taraxacum.

To stimulate the metabolism and blood cleaning the dandelion is often used in spring cures (as a salad or juice) to treat portal congestion, skin diseases, vitamin deficiency, anemia, rheumatic and gouty affections.

Dandelion. Thousandfold on each roadside…

Yours truly


Imagine summer…



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Visuelle Notizen eines Ausflugs. Der Blick auf die frisch verschneite Jungfrau erklärt den Schneegeruch in dem frischen aber nicht mehr soo kalten Wind, der uns um die Nase wehte. Unterwegs mit dem Velo, zu einem Picknickplatz.

Visual notes of a trip. A look at the white cover at the “Jungfrau” explains the smell of snow in the fresh, but only moderately cold wind that blew around our noses. Travelling with a bicycle, to a picnic area.




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Eingetaucht, getränkt von Farbe und Licht. Stell dir vor es ist Sommer… Ich wünsche dir einen wunderbaren Sonntag.

Submerged, soaked in color and light. Imagine it’s summer … I wish you a wonderful Sunday.

Yours truly


Fly, fly, little spark



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Etwas wärmender Funkenflug gefällig?


Want some heart warming sparkle?

Yours truly


Stream of consciousness ( Traces #412 )



Anschliessend an den Ausflug in die reine Lust des Sehens, stieg ich diesmal in den
Fluss des Bewusstseins ein und erfreute mich ob den Fetzen an Wahrheiten die da auf- und
untertauchten…

Ich wünsche dir einen erkenntnisreichen Tag!


Subsequent to the trip into the pure pleasure of seeing, this time I stepped into the
flow of consciousness and got delighted from the flocks of truths that emerged and
submerged again…

I wish you a day full of insights!

Yours truly


Bern bewegt (2012) – kommentiert

Schon einmal hier gepostet. Nun aber mit meinem direkten Kommentar, und damit mit einem
Einblick in meine Interpretation der Bilderreihe.

Ich empfehle von Beginn weg das Stück “Bolero” von Maurice Ravel laufen zu lassen.
Für die ersten drei Bilder sind das je 5 Minuten Musik. Der Höhepunkt liegt beim
dritten Bild. Danach würde in meiner Interpretation ein Decrescendo einsetzen und
bis zum fünften Bild wieder die Ausgangsdynamik einsetzen.

Ich verstehe die Bilder als “Buch”, als Gesamtwerk, auch wenn ich selber jedem Bild
gerne als Individuum begegne. Ganz so wie ein Kapitel einer Geschichte für sich gelesen werden sollte,
um dann zum Teil der ganzen Geschichte zu werden.

So lese ich eure Interpretationen und Gewichtungen sehr gerne.
Sie lassen mich meine Geschichte ergänzen, re-interpretieren.



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Das erste Bild ist mein Einstieg und Abschied in der Geschichte.
Ohne Abschied kann es am Schluss keine Ankunft geben.
Abschied aus einer Welt die ich noch kenne, an der ich noch Details fixiere und benenne.
Es ist auch der Abschied von dem Gedanken-zentrierten Erleben.
Es ist nicht die Bewegung der Fahrt, die verschwimmen lässt,
sondern viel mehr der Beginn des Loslassens.
Immer mehr zieht sich der Blick aus dem Heute, aus dem Alltag,
den Plänen und Vorgaben des “normalen” Lebens zurück und
entschwindet in eine Welt des (kindlichen) Staunens.
Einfach Dinge ziehen lassen, wie die Wolken am Himmel,
Augenblicke einfach aus sich heraus leuchten lassen.




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Das zweite Bild enthält noch die kühle Basis der Ratio, wird aber schon verzaubert
von den fliegenden Lichtern. Gedanken lassen ihre punktuelle Wirkung gehen und
werden zu Vektoren durch Raum und Zeit.
(Die Lichtstriche in der Tiefe sind keine Spiegelungen sondern kommen von Lampen
die über einem mehrspurigen Güterbahnhofs-Bereich hängen).




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Das dritte Bild wird zur sinnlichen, ja vielleicht ekstatischen Erfahrung.
Lust am Sehen, Eindrücke von sensueller Intensität, wie ich sie sonst eher nach
ganz langen Fotoworkshops erfahren habe. Gestern und Morgen sind bedeutungslos.
Formen erscheinen zwar auf dem Bild, aber nicht in der Wahrnehmung vor Ort.
Hier muss jede bildliche Form komplett inadäquat sein und bleiben.
Zumindest wenn sie alleine auftritt.
Im Verlaufe des Bildes 3 gelangen wir zur Schlussphase des Stücks Bolero.




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Das 4. Bild ist der Übergang zurück. Im Hintergrund ziehen die Lichter, Töne und Gefühle
wie eine Kulisse vorbei, sind noch gross und stark aber schon etwas ferner,
denn da ist das Signal: hier lang. Hier gehts zurück zum Alltag.
Das Schild wirkt für mich wie der Wecker mitten in einem Lusttraum.
Erst zögerlich dringt es ein, aber irgendwann ist es das einzige, was noch Bestand hat
und es drängt zum Verlassen der unbeschreiblichen Sphäre, zum Wiedereintritt in das,
was im Bild 1 noch da war. Das Leuchten am Horizont ist noch Bote dessen,
was war, die Türme und Bauten, die Fragemente der Lichter ziehen noch, aber ich,
ich bin schon aus diesem Fluss heraus gelöst, nein, herausgerissen worden. Das
Schild wirkt.




So ist Bild 5 noch im Geiste des Loslassens, aber schon im Bewusstsein, dass es nun eine Ankunft gibt.
Eine Ankunft zurück in einer Welt, die die Lust am Moment zum grössten Teil verloren hat.

Einen schönen Montag…